Straßenbahn in Frankreich - Brest

Brest ist die zweite westfranzösische Hafenstadt, die sich mit einer neuen Straßenbahn schmückt. Die Stadt liegt am westlichsten Ende Frankreichs; ähnlich wie Le Havre war sie im Krieg deutsch besetzt und erlitt heftige Zerstörungen durch die Kampfhandlungen. Der Wiederaufbau gelang dann allerdings nicht so gut wie in Le Havre; die Stadt wird durch Zweckbauten geprägt. Seit den 1980er Jahren versucht die Stadt nun, von der Industrie verlassene Viertel und Areale neu zu nutzen, die Straßenbahn ist dabei Teil der Entwicklungsprojekte. Einige Bereiche im Stadtzentrum werden durch die Tram zu Fußgängerzonen. Technisch interessant an der Linie ist die Führung über die Pont de Recouvrance – eine riesige Hebebrücke, die ein Hafenbecken überspannt.

Die 20 Straßenbahnwagen wurden gemeinsam mit Dijon beschafft, um Kosten zu sparen; die erste Linie ist 14,3 km lang und bedient 27 Stationen. 2010 wurde vom Bürgermeister bestätigt, dass eine zweite Linie in Planung ist; möglicherweise wird sie von einem Tram-Train befahren, der dann auch die Städte in Richtung Nordosten, von Relecq-Kerhoun über Landerneau bis nach Morlaix erschließen könnte.




Bilder/Montagen oben: Agglomeration brestoise | Fotos unten: © Cyrille Dubreuil



Im Zentrum entstehen neue Fußgängerzonen; Die Tram bringt aber auch viel Grün in die Stadt, was selbstverständlich gut kommuniziert wird.

Netzplan


Die Zukunft der Städte, Seite 148

Lage in Frankreich

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