Straßenbahn in Frankreich - Brest

Brest ist die zweite westfranzösische Hafenstadt, die sich mit einer neuen Straßenbahn schmückt. Die Stadt liegt am westlichsten Ende Frankreichs; ähnlich wie Le Havre war sie im Krieg deutsch besetzt und erlitt heftige Zerstörungen durch die Kampfhandlungen. Der Wiederaufbau gelang dann allerdings nicht so gut wie in Le Havre; die Stadt wird durch Zweckbauten geprägt. Seit den 1980er Jahren versucht die Stadt nun, von der Industrie verlassene Viertel und Areale neu zu nutzen, die Straßenbahn ist dabei Teil der Entwicklungsprojekte. Einige Bereiche im Stadtzentrum werden durch die Tram zu Fußgängerzonen. Technisch interessant an der Linie ist die Führung über die Pont de Recouvrance – eine riesige Hebebrücke, die ein Hafenbecken überspannt.

Die 20 Straßenbahnwagen wurden gemeinsam mit Dijon beschafft, um Kosten zu sparen; die erste Linie ist 14,3 km lang und bedient 27 Stationen. Inzwischen ist eine zweite Linie in Planung. Sie wird den Bahnhof über die Avenue Foch und Bellevue mit der Klinik Cavale-Blanche verbinden. Kosten soll das etwa 125 Millionen Euro, Betriebsbeginn wäre 2025. Zusätzlich soll ein "Bus mit hoher Servicequalität" entstehen. Diese Busse sind eine französische Spezialität, sie werden in dichtem Intervall auf eigener Spur betrieben und dort gebaut, wo die Frequenz für eine Straßenbahn nicht ganz reicht.




Bilder/Montagen oben: Agglomeration brestoise | Fotos unten: © Cyrille Dubreuil



Im Zentrum entstehen neue Fußgängerzonen; Die Tram bringt aber auch viel Grün in die Stadt, was selbstverständlich gut kommuniziert wird.

Netzplan


Die Zukunft der Städte, Seite 148

Lage in Frankreich

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Letzte Änderung: 11.2.2019

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Bilder/Montagen: Agglomeration brestoise
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