Witziges


Es gibt auch durchaus einiges zu lachen bei der Tramway. Hier habe ich einige Sachen zusammengetragen, die mir großen Spaß gemacht haben.
Unlängst wurde in der Mailinglist "Stadtverkehr Austria" eine Liste angeblich echter Schwarzfahrerausreden gepostet - möglicherweise sind sie auch nur gut erfunden, witzig aber allemal:
Ausreden, die wirklich nichts nutzen
"Carfree Seattle" hat einige nette Cartoons zusammengesammelt
Ich bin ja aber auch ein Schelm. Als solcher betrachte ich es als meine erste Pflicht, die Hobbykollegen regelmäßig in den April zu schicken - mit ernsthaften Formulierungen, die den Ton offizieller Pressemeldungen imitieren, gelingt das meist recht gut. Hier die Aprilscherze der letzten Jahre:
1. April 1998 Retro-Design der neuen U-Bahn von Ing. Valousek
1. April 1999 Zusammenfassen der Weichen in Vorweichengruppen
1. April 2000 Güterverkehr auf der Straßenbahn
1. April 2001 Ausdünnen der U-Bahn zugunsten Frachtverkehr
1. April 2002 Fusion von Bombardier mit Roco
1. April 2003 Bargeldlos zahlen mit dem UBahnPayScout
1. April 2004 Eine neue Variante der U2 ins Arsenal
1. April 2007 Türlose Beiwagen
1. April 2009 Umbau der USTRAB auf Linksverkehr
In diese Reihe fügen sich gelegentliche Pressemeldungen der Stadtparteien zum Verkehr würdig ein. Hier die skurrilsten davon, die den Vergleich mit den Erster-April-Meldungen nicht scheuen müssen!
Aber auch zu anderen Jahreszeiten kann man durchaus seinen Spaß haben. Letztes Jahr feierte ich die Adventsonntage insofern stilecht, als dass ich mit der Hilfe eines befreundeten Ehepaars, die beide Straßenbahnfahrer sind, einen ganz besonderen "Adventkranz" organisierte. Hier sind die Fotos...
Und wie unfassbar unfähig manche dieser Hobbypiloten sind, zeigt diese Geschichte, die ich unmittelbar vor meinem Fenster miterleben durfte...
es wird ja auch alles getan für die Kraftpiloten. Ständig werden Verbesserungen herbeigegrübelt, und wo noch Platz ist, wird was auf die Straße gemalt - wie dieser Pfeil
Manchmal treibt die Fürsorge des Betriebes für die Bediensteten eigenartige Blüten, wie man an diesem hochoffiziellen Aushang der Direktion erkennen kann. Es geht um die zweckmäßige Ausstattung der Werkstättenbediensteten - mit Badeschlapfen...
Burgenländische Ingenieure haben den ULF weiterentwickelt - erstmals liegt das Fußbodenniveau UNTER der Schienenoberkante! Aussehen tut das so wie auf diesem Bild!
Man muss allerdinmgs garnicht ins Burgenland reisen - bei der Wiener FPÖ wird man auch fündig: "Wien, 22.01.04 (fpd) - Wiener Linien: Bereitstellung von Unterflur-straßenbahnen und -bussen zu schleppend" Hier die Originalaussendung!
Wie fortschrittlich der Personenverkehr bisher schon organisiert war, sieht man rechts...
Kein Burgenländerwitz hingegen ist, dass in den neuen ULFen Weichenstellhebel zum einschlagen der Heckscheibe im Brandfall angebracht wurden. Ronny Durstmüller erfand den passenden Infotext:
"Lieber Fahrgast! - Es tut uns ehrlich leid, daß sie nun in einem
brennenden, auf die Türseite gestürzten ULF stehen und angesichts der
allgemeinen Panik hinter ihnen hier hinaus wollen. Entnehmen Sie also bitte
das Weichenstelleisen unter dem Dreifachsitz und schlagen Sie die 7mm dicke
Heckscheibe ein. Viel Spaß dabei. Wir erlauben uns darauf hinzuweisen, daß
Sie nicht etwa das dünne Seitenfenster einschlagen dürfen, denn dieses ist
kein behördlich genehmigter Notausstieg!
Ihre Wiener Linien."
Dass Busfahren durchaus nicht immer ganz einfach ist, zeigt dieses Foto von Thomas Theisinger, aufgenommen in Simmering (März 2001)!
...und dass U-Bahn-Fahrer manchmal so ihre liebe Not haben, sieht man hier!
Vor der U-Bahn gabs ja bekanntlich die "Stadtbahn", auf der es zeitweise recht rustikal zuging. Aussergewöhnlich war allerdings der Fall einer "Stadtbahnentführung", deren Beschreibung ich Friedrich Ofner, Wien/Hietzing zu verdanken habe.
So lustig können Werbewagen anderswo sein (Aufgenommen in Basel, man beachte die Bremslichter im Rüssel des Schweinchens!):

Aber auch zu Weihnachten hat man in anderen Städten durchaus schräge Ideen, wie diese Santa-Claus-Tram in Den Haag beweist:

Auch in Rotterdam war man zeitweise recht schräg unterwegs - das Bild zeigt ein Modell der "Nieuw Amsterdam", eines Schiffes der Holland-Amerika-Line, aufgenommen 1938.

Dieses Bild stammt aus England, aus dem eigenartigen Betrieb in Blackpool:


Dieses Verkehrszeichen ist nur einer der unzähligen Vorschläge, die die "Initiative für animierte Verkehrszeichen" parat hat. Die teilweise recht drastischen Darstellungen führen die Gefahren des Straßenverkehrs jedenfalls eindrucksvoll vor Augen. Mich hat die Seite durchaus überzeugt!
Link zur Homepage der "Initiative für animierte Verkehrszeichen"
Natürlich hat der Wiener Volksmund auch "echte" Tramwaywitze hervorgebracht. Je nach Zeit und politischer Situation machten unterschiedliche Scherze die Runde - zB. dieser aus der "großdeutschen" Zeit, der die Parallelführung der Linie 4 und O ausnutzt:
In der Ungargasse leht an einer Haltestellentafel ein Betrunkener und lallt immer wieder: "I scheiß am fira - I scheiß am fira...!" Ein Polizist tritt an ihn heran und droht streng: "Hörn sie mal, wenn sie nicht sofort aufhören, den Führer zu beleidigen, muss ich sie festnehmen!" "Oba Herr Inspekta, wer schimpft denn auf'n Fira. I maan ja nur, wann ka 4er net kummt, fohr i hoid mitn O-Wagen!"
Die turbulente Zeit davor, in der die Ringstraße häufig Aufmarschplatz für Demonstrationen jeder Richtung war und die Ringlinien daher oft umgeleitet werden mussten, wurde mit folgendem Bonmot kommentiert:
"Woran erkennt man in Wien, dass Revolution is'?" "Wenn der Ringwagen über die Zweierlinie fährt!"
Nach dem Sieg der Aliierten über Deutschland war es dann die russische Besatzung, deren Umbenennung von allen möglichen Straßen und Plätzen folgenden Witz provozierte:
Ein Heimkehrer fährt zum ersten Mal wieder mit dem 11er. "Sagen Sie, Herr Schaffner, fährt eigentlich die Tramway schon wieder über die Floridsdorfer Brücke?" "Sie meinen wahrscheinlich die Malinowskij-Brücke. Nein, über diese fährt keine Straßenbahn." "Und über die Reichsbrücke?" "Sie meinen die Brücke der Roten Armee. Ja, über diese können sie fahren." Der Fahrgast ist etwas verlegen und möchte den Schaffner in ein versöhnliches Gespräch verwickeln. "Sagen sie, ich war jetzt schon länger nicht mehr in Wien. Wo kann man denn jetzt eigentlich am besten in der Wolga baden?"
Die ständig steigenden Fahrpreise auf der Tramway führten zu folgendem Spruch:
"Wos maanst, Oide, fahrn ma heit mit'n Auto oder leist ma uns amol an Luxus und nehman de Tramway?"
Nett auch folgender:
Ein Radfahrer fährt schon eine ganze Weile auf den Schienen, hinter ihm zuckelt die Straßenbahn nach. Irgendwann wird es dem Fahrer zu blöd und er schimpft aus dem Fenster: "Hearst, du Trottl, kannst net ausweichen?!" Der Radler dreht sich um und schreit zurück: "Ich schon - aber du nicht!"
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