Digitale Fototipps II

Die Grundlagen sind nun klar, jetzt gehts ans Eingemachte. Eine Empfehlung vorab: Mit der größten vorhandenen Auflösung (= Pixelgröße) fotografieren, dann hat man bei der späteren Verkleinerung der Bilder genug Reserven. Die heute meistverwendete Bildschirmauflösung ist 1024 mal 768 Pixel, also etwa halb so groß wie die Fotos, die eine 3,1 Megapixel-Kamera produziert. Verkleinern kann man immer, vergrößern aber nicht. Durch die Verkleinerung kann ausserdem man Unschärfen des Originalfotos wegbekommen.

Das richtige Programm

Sehr oft werden Monsterprogramme wie Photoshop für die Nachbearbeitung empfohlen. Das sind zwar sehr mächtige Werkzeuge, für den Anfänger bzw die meisten Alltagsaufgaben viel zu umfangreich und auch zu träge. Ein fast perfektes Helferlein ist das Programm "Irfan View" des Wiener Studenten bosnischer Abstammung, Irfan Skiljan. Dieses Programm ist schnell, unkompliziert, deutschsprachig und kann alle wichtigen Bildfortmate einlesen und bearbeiten. Die Homepage ist hier zu finden: irfanview.tuwien.ac.at, wobei darauf zu achten ist, sowohl das Programm als auch alle "Plugins" (Erweiterungen) herunterzuladen. Die Installation ist unkompliziert und Windows-typisch, bitte erst das Programm und danach die Plugins installieren.

Einstieg in Irfanview

Irfanview ist zuerst mal ein sehr einfaches Bildbetrachtungsprogramm. Nachdem man ein beliebiges Grafikfile geöffnet hat (Datei > Öffnen), kann man mit dem Mausrad oder den Pfeiltasten alle anderen Files im Verzeichnis durchsehen, wobei Irfanview sogar Videos, MP3s und andere Multimediaformate abspielt! Dabei ist das Programm sehr schnell und erkennt sogar falsche Dateiendungen, bietet Korrektur an und liest sogar Textfiles ein.

Erste Anpassungen eines Bildes

Hier nun die wichtigsten Schritte, um ein Bild aus der Kamera internettauglich zu machen. Der erste Schritt ist die Verkleinerung auf das gewünschte Format. In den Mailinglists hat sich ein Format zwischen 700 und 1000 Pixel auf der längeren Kante eingebürgert. In Irfanview ganz leicht: Bild > Größe ändern > gewünschte Daten eingeben > OK. Die DPI und die Werte rechts sind vorläufig unwichtig (allerdings bitte "Resample" wählen!), Proportional sollte es schon sein. Nächster Schritt: Bild > Farben ändern. Manche Digitalkameras belichten ein wenig zu dunkel, hier kann man Gamma und Kontrast nach rechts ziehen. Auch die Farben kann man nach Wunsch und Geschmack korrigieren. Einfach ein wenig rumspielen, das hat man schnell im Griff. Danach schadet es meist nicht, das Bild etwas nachzuschärfen: Bild > Schärfen. Zuviel ist da allerdings ungesund. Letzte Amtshandlung: Abspeichern. Sinnvoll sind etwa 75% - 85% Qualität, je nach Bild kann das aber unterschiedlich sein. Erstmal rumprobieren! Hier die oben beschriebenen Menüs, anklicken vergrößert die Screenshots.

Fortsetzung folgt!


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Copyright Harald A. Jahn / www.viennaslide.com. Letzte Änderung: 7.12.2007