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Mein erster Weissmetallbausatz. Naja. Prinzipiell nicht schwer zusammenzubauen, aber mein Vorbehalt gegen gegossene Bauteile wurde zum Teil bestätigt. Die Maßhaltigkeit ist nicht gerade überzeugend, das Material ist sehr weich. Man muss sehr vorsichtig schleifen, wenn man nicht gleich zu tief kommen möchte. Der Antrieb ist unbrauchbar, ein schräggestellter Motor treibt eine Achse an. Bei dem extrem kurzen Radstand pendelt das ganze Fahrzeug. Trotz des hohen Gewichts ist die Zugkraft minimal, schon kleinste Steigungen sind ein Problem. Ein neuer Antrieb sollte aber leicht unterzubringen sein.
Unten: Als erste Amtshandlung habe ich die viel zu stark betonten Erhebungen weggeschliffen, ich werde die vorhandenen Fugen später mit Filzstift aufmalen. Auch die Front sah in Wien anders aus, soweit möglich passe ich sie an.
Entgegen dem Vorschlag der Bauanleitung (linkes Bild) habe ich das Gehäuse erst mal separat verklebt (rechts), die vorgesehene Abfolge war nicht sinnvoll, die nötigen Anpassungen wären kaum möglich gewesen.
Eine erste Zusammenstellung der Teile zeigt schon etwa das Gesamtbild. Rechts dann das Modell, mit Filler (Grundierung) gespritzt und nochmal nachgeschliffen. Dann habe ich diverse Wien-typische Details wie Richtungsanzeiger oder Elin-Dose montiert.
Nach erfolgter Lackierung sieht das Wägelchen schon ganz nett aus, die Beschriftung ist natürlich recht mühsam. Die Fensterscheiben fehlen noch, ich habe bei Hödl einen Antriebssatz bestellt, nach dessen Einbau werden die Details fertiggestellt.
Hier nun der Hödl-Motor (links bzw vorne) im Vergleich zu dem von Bec-Kits. Bei Testfahrten sieht das schon wesentlich besser aus, ich muss noch eine sinnvolle Montagemöglichkeit in der Weissmetallkarosserie finden.
Unten Fotos des Vorbilds, links um 1956, rechts in den 1980er-Jahren. Ärgerlicherweise hatte ich den Wagen grau in Erinnerung, die Vorbildfotos erhielt ich erst später. Ich werde den Wagen also umlackieren müssen...
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© Harald A. Jahn 2006 - www.tramway.at