Tramway.at
Modellbau
Kopfbahnhof
Gleisbau
Mit den Probestrecken zur Gleisentwicklung habe ich 2001 begonnen. Mir schwebt eine viergleisige Bahnhofshalle vor, der Wiener Westbahnhof vor dem Krieg wäre ein gutes Vorbild.
Oben auf älteren Fotos der Entwurf zur Gleisentwicklung des Vorkopfs, unten eine aktuelle Probe, wie das ganze so etwa aussehen wird. Die Weichenstraße habe ich auf einem separaten Brettchen gebaut, das als ganzes auf die Platte geschraubt werden soll, davon erhoffe ich mir einfachen Zugang zu den Antrieben und bessere Lage der Trennfugen. Der Bau dieser Einheit wird hier beschrieben.
Im Februar 2009 entschließe ich mich, die Anlage mal in größerem Umfang befahrbar zu machen, die Tüftelei an Details macht zwar Spaß, aber so werde ich nie fertig. Ausserdem wäre der Kopfbahnhof ein guter Abstellplatz für die momentan überall verstreuten Loks und Waggons, etwa 10 Meter Gleislänge wären da zur Verfügung.
Beim herunterheben der Platten wurde mir allerdings das Staubproblem wieder in Erinnerung gerufen, die seit 5 Jahren nicht angefassten Platten waren voller Staub - irgendwas muss ich mir da einfallen lassen, sonst kann ich jeden Fahrbetrieb gleich vergessen.
However, nachdem ich in den letzten Tagen mal die Bahnhofseinfahrt fertiggebaut habe, wurde es Zeit für die endgültige Definition der genauen Lage. Das heisst, Bauteile runterheben und die genauen Positionen festlegen. Schaut im ganzen garnicht schlecht aus, finde ich! Die weiten Radien wirken schon jetzt einigermaßen vorbildgerecht, der engste sichtbare Radius der Anlage ist übrigens Roco R10 mit knapp einem Meter, im Bild unter der Fabrikszufahrt (im Vorbild also immer noch ca 90 Meter, die engsten echten Radien wären allerdings ca 180 Meter...). Ich kann mich sicher nicht mit den britischen Kollegen messen, aber bei deren "Layouts" fasziniert mich immer das Konzept, "weniger ist mehr". Persönlich finde ich deswegen auch Spezialkonstruktionen wie die selbstgebaute Auskreuzung wesentlich spannender als einen Verhau von 15°-Weichen und -DKWs. Ich habe deshalb überlegt ob ich den Kopfbahnhof auf 4 Gleise beschränken und vielleicht das kurze Gleis vor der Halle für die Pendelzüge weglassen soll... (rechtes Bild oben) - und mich schließlich für die Reduktion entschieden.
Beim runterheben der Industrieecke fällt mir auf dass der Bauteil auch mal ganz fertiggestellt werden sollte. Na gut, kommt als nächstes! Die Tunneleinfahrt muss sowieso noch gestaltet werden, es gibt zwar ein "städtebauliches Konzept" dafür, aber die vorgesehene Brauerei befriedigt mich nicht massstäblich...Auf den rechten Bildern habe ich sie vor meinen korrekt großen Hintergrund gestellt. Niedlich, was?
Die Weichenstraße liegt auf einem separaten Brettchen, das abgenommen werden kann. Erstens geht die Weichenstraße über die Modulgrenze, zweitens kann ich so die komplizierte Verkabelung der Antriebe bequem am Basteltisch vornehmen. Wichtig dabei sind präzise Übergänge zu den festen Gleisen auf der Grundplatte, das habe ich wie auf den Bildern zu sehen gelöst: einige Schwellen aus Printplatte geschnitten, mit UHU Hart auf ein Furnierstückchen geklebt, die Schienen aufgelötet und dann durchgeschnitten. Das hätte ich auch im Heizhausbereich machen sollen, dort ist das leider weniger gelungen, Sanierung im nachhinein ist allerdings schwierig...
Hier nun die gleismäßig fertiggestellte Bahnhofseinfahrt, daneben das Prinzip "Platte auf Platte". Ganz rechts erste Verkabelungen. Fast zu meiner eigenen Überraschung gibt es keine unbeabsichtigten Stromschlüsse, zu meiner Verblüffung fährt der Roco-Glaskasten als mein Testfahrzeug über das Stück, ohne dass noch die Herzstücke polarisiert sind!
Und schon geht der Gleisbau in den Endspurt: die eigentlichen Hallengleise werden verlegt. Ein Aluwinkel hilft dabei, die Schienen schnurgerade auszurichten. Die Gleise haben eine Nutzlänge von immerhin 2,40 Metern, die Halle selbst wird 1,40 lang sein. Die Holzklötzchen deuten den Beginn an. Probeweise habe ich mal ein passendes Dach aufgelegt: Mein
Am 29.3.2009 war nun "Streckeneröffnung" - zum ersten Mal fuhren Züge aus eigener Kraft in den Kopfbahnhof, sowas macht immer Spaß :-)
Oktober 2009: Der Sommer ist endgültig vorbei, ein Wettersturz nach einem extrem warmen Frühherbst treibt mich abn den Basteltisch zurück. Auf diesem lag noch immer die Weichenkostruktion, Zeit das nun fertig zu machen (der Artikel dazu ist hier zu finden).
Letzte Änderung: 18.10.2009 - © Harald A. Jahn - www.tramway.at
zur Startseite / Navigationsframe nachladen