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Begonnen habe ich mit einem Baumassenmodell. Dabei habe ich entschieden, den Mittelteil der Fassade zurückzuschieben, um einen kleinen Hof auszubilden. Mein Modell steht zur Bahnstrecke hin, das schien mir etwas logischer und abwechslungsreicher. Nun ist die Schaufassade eigentlich der Hinterhof.
Die Fassaden habe ich lasern lassen, Grundlage dazu war eine Zeichnung in einem CAD-Programm. Ich habe schwarzes Plexiglas genommen, damit die Sache lichtdicht ist - schließlich sollen einige Zimmer beleuchtet werden. Die Fahrzeuge dienen nur dem Größenvergleich. Rechts das vorgrundierte Modell.
Die Balkone wurden aus 1mm-Plexi gefertigt, das es nur in transparent gibt. Die Brüstungen werden die schwierigste pfriemelei, denke ich.
Hier nun das erste Ätzblech. Links ein Bild der Filme, man benötigt für beide Seiten des Blechs einen Film mit den Flächen, die stehenbleiben sollen. Daneben ein grßer Ausschnitt und das ganze Blech, stark verkleinert. Bei den großen Fenstern und den Toren ist uns leider ein Fehler passiert, da wurden bei einer späteren Änderung des Films die Schichten vertauscht :-(
Hier nun eine Probezusammenstellung, mit der Farbe experimentiere ich noch ein wenig. So ist es wohl zu kräftig. Einige der Messingteile habe ich mal provisorisch eingesetzt, ich bin mit dem Eindruck recht zufrieden.
Nun gehts ans definitive einfärben. Links ist mein Spritzkarton zu sehen, eine große Schachtel, in die ich den Staubsaugerschlauch lege (die Putzfrau wundert sich schon lange nicht mehr...). Die Fassaden werden rot und gelb, die Fensterrahmen und sonstigen Messingteile weiss.
Als Farbkonzept habe ich das Rot-gelb vorgesehen, das ich aus meiner Kindheit in Erinnerung habe. Einige Originalbauten in Wien sind immer noch so gefärbt, wie das Bild in der nächsten Reihe zeigt. Ganz habe ich die Mischung aus augebleicht und schmutzig nicht hinbekommen, allerdings sieht das Modell auf den Fotos bunter aus als auf der Anlage.
Nun kommen die feinen Messingteile dran, eine rechte Fummelei, aber das Ergebnis spricht für sich. Die kleinen Badezimmer- und WC-Fenster sind ein Kapitel für sich und setzen ein gewisses Maß an Geisteskrankheit voraus...
Beim nächsten Mal werde ich die Verglasung der Fenster nicht mehr einsetzen, sondern die ganze Fassade flächig hinterkleben. Vor allem die kleinen Fenster waren so kaum zu machen. Damit wird die Fensterleibung zwar etwas tiefer, aber die Arbeit stark vereinfacht.
Verwandtes Thema: Fotos des fertigen Modells
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© Harald A. Jahn 2006 - www.tramway.at