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Modellbau
Drehscheibe
Bau
Die Drehscheibe liegt hinter dem Heizhaus und verbindet 2 Hallengleise mit der Umfahrung. Diese eigenartige Anordnung war in Österreich durchaus typisch. Oft lag die Scheibe irgendwo abseits und diente nur zum drehen der Loks, nicht zur Erschließung verscheidener Gleise. In Wien Ost, meinem unmittelbaren Vorbild ist die Situation ähnlich wie hier, nur spiegelbildlich.
Zu Weihnachten 2008 geht es endlich weiter. Die Drehscheibe muss ihren Plastikring verlieren und verschwindet daher unter einer Schicht Karton. Links erste gestaltungsüberlegungen, rechts ist die Sache schon etwas gediehen. Ganz rechts ist die Stützmauer zur erhöht liegenden Bahntrasse, an der wird künftig allerlei Zeug gelagert sein. Die beiden eingepflasterten Gleise können für BW-interne Verladearbeiten genutzt, bzw können Schadloks abgestellt werden. Die beiden linken Gleise erschließen das Heizhaus von hinten über die Drehscheibe.
Nach dem einpflastern gehts an die Patina. Vor allem die Betonfläche machte mir erst Sorgen, jetzt bin ich aber recht zufrieden. Ich malte sie mit Heki-Betonfarbe an, danach zeichnete ich die Felder. Ich habe sie dann einzeln abgeklebt und mit Pulverfarbe unterschiedlich stark eingerieben (mit dem Finger). Bissl gepfuscht hab ich bei der Aufteilung der Betonfelder, in Wirklichkeit vermeidet man spitze Winkel wegen der Bruchgefahr. Ich werde also noch einige Risse zeichnen müssen :-) Die Drehscheibengrube grundierte ich ebenfalls mit Betonfarbe, die ich dann aber wieder teilweise rauswischte (sie trägt recht dick auf). Danach habe ich die Grube mit stark verdünnter schwarzer Farbe eingesaut. Auf dem mittleren Bild ist schon ein wenig die Gesamtstimmung erkennbar, wird Zeit, dass ich das Heizhaus endgültig fertigstelle. Aber ich arbeite mich langsam von hinten nach vorne durchs Betriebswerk.
Wenn ich mir jetzt die Fotos ansehe, ärgern mich eigentlich die komischen Zungen in der senkrechten Wand der Drehscheibengrube. Mal sehen ob man die wegschummeln kann... Aber erst kommt noch die Begrünung und das sonstige Finish. An der Stützwand zur Bahntrasse wird allerlei Zeug gelagert, der Schrotthaufen ist übrigens ein trauriger: Es sind die Reste eines Messingbausatzes der Österreichischen 310 von Gerard, an dem ich kläglich gescheitert bin. Allerdings waren Gerards Bausätze extraschwierig, und die 310 einer der schwierigsten von allen... Immerhin habe ich den Tender einigermaßen geschafft.
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© Harald A. Jahn 2008 - www.tramway.at